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Die Sage über Anton Graf


Ludwig Heizmann hat in seinem Buch ´´Der ehemalige Amtsbezirk Achern´´ auf Seite 62 , folgende Sage festgehalten:

Die weißen Blumen


Ein Mann mit Namen Anton Graf wurde im Jahre 1832 auf der Wiese an der Rench enthauptet. Er sollte einen anderen im Streite erschlagen haben. Noch auf der Richtstätte beschwor der Verurteilte seine Unschuld mit den Worten:

´´So wahr hier nach meinem Tode weiße Blumen wachsen, bin ich unschuldig.´´

Wenige Minuten nach der Hinrichtung brachte ein Bote seine Begnadigung. Der Volksmund sieht hierin den Grund, warum im Herbst die Wiese im weißrötlichem Schmucke der Herbstzeitlose prangt.

Diese Sage beruht auf einer wahren Begebenheit, denn diese Hinrichtung hatte wirklich stattgefunden, lediglich wird in den Sagen ein späteres Hinrichtungsjahr angegeben.

Joachim Kupferer, Vogt zu Erlach hielt diese Hinrichtung auch in seinen Tagebuchaufzeichnungen fest. Er notierte:

Im Jahr 1806 war auch ein Bürgersohn von Ulm, mit Namen Anton Graf, auf den sogenannten Fröschmatten bei Renchen durch das Schwert hingerichtet worden. Die Ursache hiervon war, weil derselbe einen seiner Kameraden im Streithändel wegen einem anderen Geschlecht mit einem Messer erstochen habe.
Im Sterbebuch in Ulm findet man keinen Sterbeeintrag des Anton Graf. Der Vogt Joachim Kupferer hatte in seinen Aufzeichnungen das Hinrichtungsdatum auf den 4. Oktober datiert.Diese Sage wurde auch von Willi Keller in das Buch ´´Sagen aus dem Renchtal´´ übernommen.

Zur Person Anton Graf:

Franz Anton Graf wurde am 12.08.1782, als Sohn des Franz Karl Graf und dessen Ehefrau Johanna Schneider, in Ulm geboren.