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Offenburger Tageblatt, Dezember 1854
Ebersweier

Erdolcht und erschlagen
Die knapp 600 Einwohner haben in diesem Jahr einen hohen Blutzoll entrichtet. Durch Unfälle und Untaten kamen nicht weniger als sechs Menschen ums Leben.
Auf dem Weg nach Amerika, wohin er auswandern wollte, fiel ein Mann vom Dampfschiff und ertrank im Atlantik.
Mathias Gütle stürzte auf dem Weg nach Appenweier so unglücklich, vom Holzwagen, dass er starb.
Und in der Mergelgrube in Ebersweier wurde ein Arbeiter verschüttet und fand auf diese Weise den Tod.
Aber auch durch Menschenhand wurden zwei Männer und eine Frau ins Jenseits befördert. Bei Villingen wurde ein Mann im Verlauf eines Streites erdolcht. Ein Besuch in Rammersweier nahm für einen weiteren Dorfbewohner ein schlimmes Ende, denn dort wurde ihm ,, das Hirn zerschlagen“, wie berichtet wird. Schließlich wurde auch eine Frau getötet, und zwar durch ihren Ehemann mit einem Messerstich in den Hals.
Dazu kommt noch, dass sich in den letzten Jahren mehrere Einwohner selbst das Leben genommen haben.